Wie im Meer – künstliche Wellen im Wellenbad

Leider hat man nicht immer die Möglichkeit, erst ans Meer zu fahren, um seinem Hobby des Surfens nachzugehen. Und auch Seen sind aufgrund mangelnder Wellen kaum geeignet. Doch es gibt eine Abhilfe in Form eines Wellenbads, das man in vielen Orten finden kann. In dem besonderen Schwimmbad werden künstliche Wellen erzeugt, die Assoziationen ans Meer wecken und einem danach in weichen Matratzen davon träumen lassen, man wäre nachmittags im Urlaub am Strand gewesen.

Zum Erzeugen der Wellen werden Wellenmaschinen eingesetzt, die je nach Größe des Bades und der gewünschten Größe der Wellen ausgewählt werden. In kleineren Becken wird die Druckluft direkt auf die Wasseroberfläche geblasen. Bei etwas größeren Bädern verwendet man dagegen Verdrängungskörper oder Schwingflügel, die einen pneumatischen (Windkraft) oder mechanischen Antrieb haben. Es können aber auch Faltenbälge eingesetzt werden, die wie ein Akkordeon zusammengedrückt und wieder auseinander gezogen werden, sodass das Wasser entweder ausgedrückt oder eingezogen wird. Bei großen Bädern wird das Wasser aus einer bestimmten Höhe ins Wellenbad geleitet und erzeugt durch die Verdrängung selbst eine Welle. Das überschüssige Wasser wird dann wieder zurück in den Reservebehälter gepumpt. Durch diese Variante sind Wellen bis zu einer Höhe von drei Metern möglich, die dann auch zum Surfen verwendet werden könnten. Die Wellenmaschinen werden per Elektromotoren angetrieben und gelegentlich von einem Umformersatz von Menzel Elektromotoren unterstützt. Sie erzeugen entweder laufende oder regelmäßige, stationäre Wellen, z.B. fürs Surfen.

In Wellenbädern muss der Bademeister noch mehr Obacht geben, als in gängigen Schwimmbädern, da in Not geratene Personen durch die Bewegung und Spiegelung des Wassers schwerer zu erkennen sind. Zudem muss man als Schwimmer selbst aufpassen, dass man die Wellen nicht unterschätzt. Solch ein Bad sollte man lieber nicht mit kleinen Kindern oder ängstlichen Personen besuchen. Ansonsten kann man hier viel Spaß haben und das Bad als Alternative nutzen, bis man endlich wieder ans Meer reist.

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